Kinder- und Jugendförderplan Nordrhein-Westfalen (KJP NRW)

Der BDKJ erhält zur Finanzierung von Angeboten der Kinder- und Jugendverbandsarbeit öffentliche Geldmittel aus dem Kinder- und Jugendförderplan Nordrhein-Westfalen (KJP NRW). 

Grundsätzlich gilt, dass nur Untergliederungen des BdSJ, der CAJ, der KJG, der Kolpingjugend und der Malteser Jugend sowie die Regionalverbände des BDKJ Zuschüsse über den BDKJ beantragen können.
DPSG und PSG rechnen ihre Zuschüsse über die Ringverbände (RdP/RDP) ab.

Hier erhaltet Ihr weitere Informationen über den KJP und weitere Fördertöpfe.


Alle wichtigen Infos für eure Maßnahmen findet ihr kompakt in den Dokumenten unter der Rubrik "Allgemeine Informationen" zum Download.

Seit 01.01.2020 gelten neuen Richtlinien. Mit diesen Richtlinien geht einher, dass es für die Abrechnmung ein Online-Portal geben wird. Dieses Portal ist für euch voraussichtlich ab 01.04.2020 verfübar. Bittet habt solange mit der Abrechnung noch etwas Geduld und meldet euch wenn ihr Fragen habt gerne in der BDKJ-Diözesanstelle!

Aktivitätenarten

Förderbereich C.I.1 - Qualifizierung von Multiplikator*innen

Mit dieser Förderposition können Maßnahmen zur Aus- und Fortbildung von ehrenamtlich und hauptberuflich Engagierten in der Jugendverbandsarbeit gefördert werden.

So wird gefördert:

  • i. d. R. personenbezogen
  • Aktivitäten mit mind. 7 förderfähigen Teilnehmer*innen
  • förderfähig sind i. d. R. Personen, die das 16. Lebensjahr vollendet haben

Dieser Förderbereich kann i. d. R. nur von überörtlichen Trägern, also z. B. Diözesan- oder Regionalverbänden, abgerufen werden.

Solltet ihr Qualifizierungsmaßnahmen auf Ortebene planen, ist das nur als Zusatzmodul im Rahmen mehrtätiger Freizeitarbeit möglich. Im begründeten Ausnahmefall kann es auch eine andere Lösung geben. Meldet euch gerne in der Diözesanstelle!

Förderbereich C.I.2 - Beratung, Begleitung, Coaching

Gefördert werden Veranstaltungen der persönlichkeits- oder aufgabenbezogenen Praxisreflexion unter Anleitung einer hierfür qualifizierten Person, unabhängig von der Teilnehmendenzahl.

Dieser Förderbereich kann i. d. R. nur von überörtlichen Trägern, also z. B. Diözesan- oder Regionalverbänden, abgerufen werden.

Förderbereich C.II - Bildungsarbeit

Bildung im Sinne des KJP ist nicht allein das Vermitteln von Wissen, sondern vor allem die Förderung der Persönlichkeitsbildung, die Aneignung sozialer und kultureller Kompetenzen sowie die aktive Teilhabe am gesellschaftlichen Leben. Durch diese Veranstaltungen sollen vor allem Verständnis und die aktive Teilnahme am gesellschaftspolitischen Leben in der Demokratie geschaffen und Jugendliche zur Mitwirkung angeregt werden.
Veranstaltungen im Rahmen der verbandsbezogenen Arbeit, z. B. Planungswochenenden sowie Vorstands-, Ausschusssitzungen und Konferenzen gehören nicht zu den Bildungsveranstaltungen im Sinne des KJP und sind nicht zuwendungsfähig.

Auch nicht zur Bildungsarbeit gehören:

  • Maßnahmen, die überwiegend der Qialifizierung für eine Tätigkeit in der Jugendarbeit dienen
  • Maßnahmen, in denen Bildungsinhalte nicht zielgerichtet, sondern "informell" vermittelt werden
  • Freizeitmaßnahmen, auch wenn sie unter einem Thema stehen
  • Maßnahmen der Glaubensvermittlung (Katechese) und des Glaubensvollzugs (spirituelle Angebote, liturgische Feiern)

So wird gefördert:

  • örtliche und überörtliche Träger
  • i. d. R. personenbezogen
  • Aktivitäten mit mind. 7 förderfähigen Personen
  • förderfähig sind Personen zwischen 6 - 26 Jahren
  • es wird unterschieden zwischen:
    Halbtagesveranstaltungen: mind. 2,5 Stunden Bildungsarbeit
    Tagesveranstaltungen: mind. 5 Stunden Bildungsarbeit ohne Übernachtung
    Internatsveranstaltungen: mind. 5 Stunden Bildungsarbeit mit Übernachtung
  • Programmstunden bis 23:00 Uhr können berücksichtigt werden
  • max. 9 Veranstaltungstage und 8 Übernachtungen

 

 

Förderbereich C.III - Kurz- und Ferienfreizeiten

Gefördert werden Freizeiten, die einen kreativen, spielerischen oder thematischen Charakter haben.

Kurzfreizeiten: 1 - 4 Übernachtungen
Ferienfreizeiten: 5 - 21 Übernachtungen

So wird gefördert:

  • örtliche und überörtliche Träger
  • personenbezogen
  • förderfähig sind Personen zwischen 6 - 26 Jahren

Eine Förderung von Zusatzmodulen ist möglich.

Förderbereich C.IV - Förderung ehrenamtlichen Engagements und weitere Zusatzmodule

Dieser Förderbereich ist neu und soll die eigenverantwortliche Tätigkeit und das ehrenamtliche Engagement junger Menschen stärken. Planungs- und Leitungsaufgaben örtlicher und regionaler Träger geschehen auf vielfältige Weise und so auch in Verbindung mit Freizeitarbeit z. B. im Rahmen von Leitungsklausuren, Reflexions- oder Planungswochenenden.

Zusätzlich zu der Freizeitarbeit können wir nun Module bezuschussen, wenn ihr währned eurer Freizeit oder der Wochenendfahrt inhaltlich spezifisch arbeitet.

Zusatzmodule sind:

  • Zusatzmodul Ehrenamtliches Engagement
  • Zusatzmodul Qualifizierung
  • Zusatzmodul Bildungsarbeit

Bitte beachtet, dass jedes Modul anders bezuschusst wird.

 

Zusatzmodul Ehrenamtliches Engagement wird so gefördert:

  • örtliche und regionale Träger
  • diözesane Träger nur auf Antrag
  • personenbezogen
  • förderfähig sind i. d. R. Personen, die das 16. Lebensjahr vollendet haben
  • es wird unterschieden zwischen:
    Halbtagesmodul: mind. 2,5 Programmstunden
    Tagesmodul: mind. 5 Programmstunden
  • Programmstunden bis 23:00 Uhr können berücksichtigt werden
  • max. 1 Tagesveranstaltung pro 7 Tage Freizeitarbeit


Zusatzmodul Qualifizierung wird so gefördert:

  • regionale Träger
  • örtliche Träger nur auf Antrag
  • personenbezogen
  • förderfähig sind i. d. R. Personen, die das 16. Lebensjahr vollendet haben
  • es wird unterschieden zwischen:
    Halbtagesmodul: mind. 2,5 Programmstunden
    Tagesmodul: mind. 5 Programmstunden
  • Programmstunden bis 23:00 Uhr können berücksichtigt werden
  • max. 1 Tagesveranstaltung pro 7 Tage Freizeitarbeit


Zusatzmodul Bildungsarbeit wird so gefördert:

  • örtliche und überörtliche Träger
  • personenbezogen
  • förderfähig sind Personen zwischen 6 - 26 Jahren
  • es wird unterschieden zwischen:
    Halbtagesmodul: mind. 2,5 Programmstunden
    Tagesmodul: mind. 5 Programmstunden
  • Programmstunden bis 23:00 Uhr können berücksichtigt werden
  • max. 1 Tagesveranstaltung pro 7 Tage Freizeitarbeit

Förderbereich C.V.1 - Projektarbeit

Projekte, die an den Lebenssituationen, Ideen und/oder Fähigkeiten von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen ansetzen, mit Zielen versehen und über einen längeren Zeitraum durchgeführt werden, können unabhängig von der Teilnehmendenzahl gefördert werden.

Projekte müssen im Vorhinein beantragt werden, sollten einmalig sein und werden dann vom Diözesanausschuss bewilligt oder abgelehnt.

Förderbereich C.V.2 - Offene Veranstaltungen und Aktionen

Veranstaltungen der außerschulischen Bildung und Freizeitarbeit sowie andere soziale,
politische, gesellschaftliche oder kulturelle Aktionen können durch einen Pauschalzuschuss gefördert werden, wenn aufgrund des offenen Charakters oder der hohen Teilnehmendenzahl eine Erfassung in Listen oder eine exakte Abrechnung von Programmzeiten nicht möglich oder sinnvoll ist.

In unserem Diözesanverband wird unterschieden zwischen zwei Arten offener Veranstaltungen:

  • offene Freizeitarbeit
  • offene Bildungsarbeit

So wird gefördert:

  • pauschal gemäß Diözesananhang
  • maximal für einen Zeitraum von 4 Tagen


Förderbereich C.V.3 - Kurze Pauschalmaßnahmen

Kurze Veranstaltungen der Qualifizierung sowie der außerschulischen Jugendbildungen können ohne vorherigen Antrag gefördert werden.

So wird gefördert:

  • örtliche und überörtliche Träger
  • pauschal
  • mind. 7 förderfähige Personen nehmen teil
  • mind. 1,5 Programmstunden

Formulare und nützliches zur Abrechnung

Die Abrechnung eurer Maßnahmen wird voraussichtlich ab 01.04.2020 über das neue Online-Förderportal möglich sein.
Dort werdet ihr alle wichtigen Daten in eine Online-Maske eingeben können, könnt Rechnungsbelege, Berichte und Teilnahmelisten hochladen und bekommt am Ende eine Zusammenfassung, die ihr mit allen Originalbelegen an die BDKJ Diözesanstelle schicken könnt.

 

Bei manchen Veranstaltungen ist es sinnvoll, das ein oder andere Formular zur Hand zu haben, um ggf. Kosten zu belegen für die es so erstmal keine Rechnung gab:

Ihr habt keine Rechnung für die Raumnutzung?
Bitte nutzt das Formular K1.

Ihr seid die Fahrtstrecke mit privaten PKW gefahren?
Bitte nutzt das Formular K2.

Ihr hattet Vor- oder Nachbereitungskosten, z. B. Porto, Telefonkosten oder Kosten für Kopien oder Werbung?
Bitte nutzt das Formular K3.

Ein*e externe*r Referent*in hat euch besucht und bekommt Honorar- und Fahrtkosten?
Bitte nutzt das Formular K4.

 

Was ihr sonst bei euren Abrechnungen beachten solltet:

  • Alle Rechnungen müssen auf den Träger der Maßnahme ausgestellt sein
  • Auf der Rechnung für die Unterkunft werden genauso viele Teilnehmer*innen abgerechnet wie in der TN-Liste stehen
  • Für jede Überweisung ist ein Zahlungsnachweis beigelegt
  • Vermerkt gerne neben den Quittungen, falls ihr bar bezahlt habt
  • Thermobelege müssen kopiert werden
  • Der Bewilligungsbescheid für kommunale Zuschüsse ist beigefügt oder wird sobald wie möglich nachgereicht

Die Belege enthalten KEINE Kosten für:

  • Alkohol
  • Tabak
  • Pfand / Kaution
  • persönliche Artikel des täglichen Bedarfs
  • Anschaffungskosten (außer bei Projekten)

Falls da doch was mit drauf steht, streicht es bitte auf den Kopien durch. Nicht auf den Originalbelegen!

Und wie immer gilt: Meldet euch gerne in der BDKJ Diözesanstelle, wenn ihr Fragen habt!

Weitere Fördertöpfe

Zu besonderen Anlässen oder Problemanzeigen gibt es zeitlich befristet immer wieder zusätzliche Fördertöpfe, über die weitere Gelder abgerufen werden können.

Dies sind zur Zeit:

Gemeinsam mit jungen Geflüchteten

Vom Land NRW wurden im Rahmen des Förderprogramms „Gemeinsam mit jungen Geflüchteten“ zusätzliche Mittel für die Arbeit für und mit geflüchteten Kindern und Jugendlichen beschlossen. Jugendverbände können im laufenden Jahr 2017 über dieses Förderprogramm Gelder beantragen, um ihr Engagement im Bereich der Flüchtlingshilfe zu finanzieren.

Die Mittel stehen für folgende Zwecke zur Verfügung und können über die Diözesanstelle des BDKJ beantragt werden:

  • Qualifizierungsangebote
  • Niedrigschwellige Angebote mit jungen Geflüchteten / Angebote zur Integration in bestehende Strukturen
  • Teilnahme an Kurz- oder Ferienfreizeiten

Bei dem Förderprogramm handelt es sich um eine Sonderförderung, die den Jugendverbänden für den Zeitraum 01. Januar – 31. Dezember 2017 zur Verfügung steht und unabhängig von der regulären Förderung durch den Kinder- und Jugendförderplan NRW (KJP) ausgeschüttet wird.
Bitte beachtet: Eine gleichzeitige Förderung über den KJP ist – bis auf die Förderung der Teilnahme von jungen Geflüchteten an Kurz- und Ferienfreizeiten – nicht möglich!

Formulare:

 

 

zusätzliche Fördermöglichkeiten

Eine Übersicht über weitere Fördermöglichkeiten anderer Stellen findet ihr auf der Homepage der  Abteilung Kinder, Jugend und junge Erwachsene des Bistums Essen.

Allgemeine Informationen

In diesen Dokumenten findet ihr alle wichtigen Informationen zu den neuen Richtlinien.